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Stellungnahme zum Artikel von Herrn Klaus Rein, "Parlieren im Architektur-Salon" im Wiesbadener Tagblatt vom 27.12.2001, Seite 10.

Zu diesem Artikel ist folgendes anzumerken:

Herr Rein bezieht sich mit seinem Zitat ("ein Miteinander von Überraschung und Vertrautheit") zum geplanten Hochhaus auf dem ehemaligen Hauptpostgelände auf eine Aussage von Herrn Ulrich Perret, die in einem Artikel von Herrn Bertram Heide (WT 7.11.2001) zu lesen war.
In diesem Artikel wurde behauptet Herr Perret sei Mitglied des Bürgerbeirates. Dies entspricht, wie ich Ihnen noch am Erscheinungstag telefonisch mitgeteilt habe, nicht den Tatsachen und zeugt von mangelhafter Recherche des Artikelschreibers. So etwas darf einem guten Journalisten nicht passieren zumal die Namen der Mitglieder des Bürgerbeirates schon mehrfach in der Presse nachzulesen waren.

Zur Erinnerung seien die Mitglieder des Bürgerbeirates der Landeshauptstadt Wiesbaden hier noch einmal genannt:
Gerd Eckelmann, Hans Henn, Monika Homberg, Rudolf Jochem, Michael von Poser, Thorsten Reiß, Ralph Schüler und Dieter Schuster.

Eine noch größere Peinlichkeit ist es allerdings, wenn Herr Klaus Rein sich in seinem oben genannten Artikel vom 27.12.2001 auf eben diese Aussagen von Herrn Perret bezieht und darauf seine Kritik am Bürgerbeirat aufbaut.
Erfreulich für Herrn Rein, daß er die Formulierung des Herrn Perret für "weitaus genialer als den Hochhaus-Entwurf" hält. Sie hat aber nichts mit dem Bürgerbeirat zu tun.

Ebenso fragwürdig wie seine Quellen sind die Unterstellungen des Herrn Rein in seinem Artikel. Worauf basieren seine Mutmaßungen?

So schreibt er z.B. "Die Akteure des Bürgerbeirates sind den christlich-liberalen Rathaus-Machern bestens bekannt". Ich für meinen Teil kannte vor der Berufung in den Beirat nur einen der "Rathaus-Macher" persönlich.

An Beleidigung grenzt die nächste Aussage, die Mitglieder des Bürgerbeirates seien "wortgewandte Dauernörgler mit wilhelminischer Geschmacksausprägung". Diese polemische Aussage braucht wohl nicht weiter kommentiert zu werden.

Zum angeblichen "gemeinsamen politischen Hintergrund" der Mitglieder des Bürgerbeirates ist anzumerken, daß sieben der acht Mitglieder keiner politischen Partei angehören und demzufolge auch in ihren Entscheidungen vollkommen unabhängig sind. Von einer "Machtsicherung" der Rathauskoalition und einem "Kuschel-Beirat" kann also keine Rede sein.

Im weiteren Verlauf des Artikels unterstellt Herr Rein, den Mitgliedern des Bürgerbeirates die "Köpfe des Protests" gegen den Schweger-Bau auf dem Dernschen Gelände gewesen zu sein.
Von welchen "Köpfen des Protests" spricht er eigentlich?
Von den "Köpfen", die für den Schweger-Bau waren, von den "Köpfen" der Gegner oder von den "Köpfen" derjenigen, die sich zu dieser Frage nicht geäußert haben? Alle drei Seiten sind im Bürgerbeirat vertreten.

Merkwürdig ist auch das Demokratieverständnis, das der Artikelschreiber an den Tag legt.
Ist der Bürgerwille eine "böse Überraschung" für Politiker? Und glaubt Herr Rein tatsächlich, daß sich mündige Bürger nun nicht mehr öffentlich äußern dürfen?

Die Aussage, daß die Mitglieder des Bürgerbeirates "die Mühen einer eigenen Kommunalwahl-Kandidatur scheuen" und es daher vorziehen "jetzt im eigens für sie eingerichteten Architektur-Salon parlieren zu dürfen" zeugt von völliger Unkenntnis der Sachlage. Herr Rein scheint sich weder mit den Mitgliedern, noch mit den Aufgaben des Bürgerbeirates jemals ernsthaft beschäftigt zu haben.

Zustimmen kann man jedoch ohne Einschränkung der Aussage "Gute Politik braucht den offenen Dialog mit Bürgern und Experten, Respekt vor anderen Meinungen, ernsthaftes Ringen um die beste Lösung".
Dies beschreibt genau die Ziele des Bürgerbeirates.

Thorsten Reiß

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