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Der Bürgerbeirat appelliert

Stadtplanerische Grundsätze des Bürgerbeirats

 

Eine Stadt ohne Visionen verspielt ihre Zukunftschancen

 

Eine gute Stadtplanung zeichnet sich dadurch aus, daß sie zugunsten der Menschen, die in der Stadt arbeiten und leben, das Erbe pflegt, die unverwechselbare Identität stärkt und behutsam weiterentwickelt, dabei jedoch nie die Gesamtheit aus dem Auge verliert.

Stadtentwicklung in Wiesbaden stand in der Vergangenheit bedauerlicher Weise unter keinem guten Stern. Kein Gesamtplanungsansatz war zu sehen, der der Individualität dieser Stadt gerecht wurde. Weder der seit Jahren andauernde Stillstand durch politische Querelen, noch das unreflektierte Begrüßen jeder Baumaßnahme dienen einer Weiterentwicklung und Stärkung des Standortes.

Im Kreis der Großstädte des Rhein-Main-Gebietes muß Wiesbaden seine besondere Rolle suchen als Wohnstadt für Jung und Alt, Stadt der Kunst und Kultur, der Kongresse, als Standort medizinischer Vorsorge dank des vielfältigen Klinik- und Gesundheitsangebotes, aber auch als Standort von Dienstleistungsunternehmen und der Landesregierung.

Es gilt das einzigartige historische Stadtbild mit einem engagierten Denkmalschutz zu bewahren. Der leichtfertige Abriß stadtbildprägender Bausubstanz, wie z. B. in der Lessingstraße 9, muß beendet werden. Den prägenden Fassaden ist mehr Aufmerksamkeit zu widmen und in Einzelfällen ist ihnen durch Rückbau ihr Charakter wiederzugeben. Neubauten müssen das vorhandene Ensemble auf- und nicht entwerten. Die neue Architektur muß von solcher Qualität sein, daß sie die historische Bausubstanz gleichrangig ergänzt.

Das Mittel des Wettbewerbs soll verschiedene Architekturrichtungen in Konkurrenz stellen, um zum besten Ergebnis zu führen. Preisgerichte sind so zu besetzen, daß sie der Vielfalt von Entwicklungsmöglichkeiten Rechnung tragen.

Leitbild für die Innenstadt sollte, neben den Baumalleen, ein System von attraktiven Plätzen sein, die alle etwas für Wiesbaden Spezifisches haben. Die Plätze sollten möglichst mit Brunnen, gepflegtem Grün und einem, dem Charakter Wiesbadens angemessenen Mobiliar ausgestattet sein. Auch kleinere Plätze, die als solche gar nicht mehr erkennbar sind (Schützenhof usw.), müssen einer entsprechenden Neugestaltung unterzogen werden.

Bei Neubausiedlungen in der Umgebung Wiesbadens (z. B. Güterbahnhof West) dürfen nicht die Fehler der Vergangenheit (z. B. Schelmengraben, Sauerland, Europaviertel) wiederholt werden, d.h. für den Bürgerbeirat:

 

zentrumsloses Bauen,
Blockcharakter,
Verzicht auf grüne Kernzonen,
einfallslose Architektur.

Bei allen wichtigen Projekten ist eine wirkliche Bürgerbeteiligung vorzusehen. Das bedeutet zunächst, daß es echte Alternativen gibt, zwischen denen zu wählen ist. Die Planungen sind durch verständliche Zeichnungen oder Simulationen vorzustellen. Die Bevölkerung muß rechtzeitig, also nicht erst kurz vor der Entscheidung, bzw. nach der Beauftragung eines bestimmten Büros über die Vorhaben informiert und in den Entscheidungsprozeß durch Ideenbeiträge, Befragung etc. einbezogen werden.

 

Südländisches Flair in der Wiesbadener Innenstadt (Goldgasse)

 

 
Städtebaulich Entwicklungsziele

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